Siegerehrung - geführt von Georg Bruns

Länderabend Freitag 20 Juni 2008
moderiert von Georg Bruns

Bildergalerie Länderabend Freitag 20 Juni 2008

 
 

Sonntag: 22. Juni 2008
Text Quelle: Joern P. Rebien

Holländern Sieg bei den Bodensee Classics

Die besten Ponyreiter aus ganz Europa sattelten in Aach ihre Ponys. Reiter aus zwölf Nationen starteten im Aacher Natursportpark. Europa ist wirklich in Aach zu Gast. Beim internationalen offiziellen Ponyturnier (CSIO-P) anlässlich der Bodensee Classics gingen die Siege fast an alle Nationen. Großbritannien, Irland, Belgien, Frankreich, Italien und die Gastgeber aus Deutschland trugen sich in die Siegerlisten im Aacher Natursportpark ein. Die Bigpoints aber gelangen immer den Holländern. Aus dem Land des Welt- und Europameisters kommen auch die Nationenpreissieger und der Sieger im „Großen Preis“.
Frank Schuttert aus Ommen/Overeisel war der überragende Reiter in vier Tagen Turniersport. Im Stechen des abschließenden „Großen Preises“ machte der 14-jährige Blondschopf seinen 13-jährigen Wallach Godlen Eye aus der niederländischen Zucht nochmals richtig schnell und holte sich die Siegerschleife. „Das ist für mich ein wichtiger Sieg, der mir Sicherheit für die Europameisterschaft gibt“, sagte der erfolgreiche Holländer, der schon über zehn „Große Preise“ für sich entscheiden konnte.
Zuvor schon war Schuttert schon erfolgreich. Das Juniorenspringen ent-schied er ebenfalls im Stechen mit Superstar für sich.
Zunächst war es der Brite James Smith, amtierender Europameister, der die Bestzeit mit Mr. Nice Guy vorlegte, ehe ihn seine Mannschafts-Kollegin Pippa Allen mit Lindien de Here deutlich übertrumpfte.
Pech hatten die beiden Deutschen Teilnehmer in der Entscheidung. Maurice Tebbel (Emsbüren) hatte mit der zweitbesten Zeit Pech am letzten Sprung mit Giovanni. Er belegte Rang sechs. Anna-Elisa Schäfer (Mannheim) suchte mit Mic Dundee TheGun den kürzesten Weg und musste eine Verweigerung hinnehmen. Neun Fehlerpunkte ergaben für die 15-Jährige nur noch Rang 12. Bundestrainer Peter Teeuwen (Brakel) war dennoch mit den Leistungen seiner Schützlinge über vier Tage zufrieden.
Im Stechen gegen die Briten musste der erste wichtige Wettbewerb, der Nationenpreis, entschieden werden, so knapp war das Resultat nach zwei Umläufen. Mit der besseren Gesamtzeit holte sich Holland den Sieg gegen die Briten. Beide Teams verbuchten mit vier Fehlerpunkten erneut Gleichstand. Auf dem dritten Platz landeten Punktgleich die Franzosen und das Team aus Irland. Deutschland musste mit Platz fünf zufrieden sein.
Die Gastgeber waren allerdings beste Nation im zweiten Umlauf mit drei fehlerfreien Runden von Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Giovanni, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Jerome und Anna-Elisa Schäfer (Mannheim) mit Mic Dundee TheGun. Nur die zwölf Fehlerpunkte aus der ersten Runde schmerzten. Freilich hatte Bundestrainer Peter Teeuwen (Brakel) auch mit der Mannschaftsaufstellung zu kämpfen, weil sich sein zuverlässigster Ponyreiter Josch Löhden (Heesling) mit Fieber am Vormittag vor dem Startabmelden musste und deshalb Vanessa Borgmann (Wesel) nachrückte.
Der Nationenpreisparcours mit zwei Umläufen war auch die Stunde von Cassandra Orschel (Henstedt). Die Siegerin im Preis der Besten und zweimalige EM-Teilnehmerin kam mit Kaiser Cash hinter Alleskönner James Smith (Großbritannien), der allein drei Springen für sich entscheiden konnte, in ihrem letzten Ponyjahr auf den zweiten Platz. Die 16-jährige sicherte sich mit Megan auch noch das kleine Finale und schaffte damit den ihren zweiten Sieg für Deutschland.

Der doppelte Superstar ist Juniorensieger

Das Pferd eben mal mitgenommen und dann ganz oben auf dem Siegerpodest. So etwas gibt es nicht alle Tage. Frank Schuttert aus den Niederlanden, Eintänzer der Oranjes beim stimmungsvollen Länderabend, ist dieses Kunstsück gelun-gen. Im „Großen Preis“ für die Junioren bei den Bodensee Classics war das Ergebnis nach einem spannenden Stechen knapp genug, ehe der blondgelockte Sieger auf dem Abrei-teplatz die Arme in die Höhe reißen durfte. Der Brite Joe Clayton blieb mit Saveur als Schlussreiter ebenfalls fehler-frei, war aber um 33 Sekunden langsamer.
Mit jungen 14 Jahren stand der Sieger auch im Team beim Preis der Nationen am Freitag, das im Stechen die favori-sierten Briten bezwang. Superstar, die neunjährige nieder-länder Stute wird normalerweise von Bruder Hendrik Jan geritten. Der aber lernt gerade im Eurocommerce-Stall von Gerco und Wim Schröder. Seit vier Monaten erst reitet Frank die Stute und es war sein erster GP-Sieg. Gecoacht werden die Schutter-Brothers von Papa Jan in Ommen/Overeisel.
Klar, dass Frank auch bei den Europameisterschaften in der Schweiz reitet und sein Bruder im Oranje-Team in Prag für der Junioren steht. EM-Erfahrung hat Frank schon reichlich. Team-Silber und Platz vier im Einzel waren herausragende Ergebnisse in Freudenberg.
Großes Pech hatte Maurice Tebbel (Emsbüren), der mit Merry Christmas beinahe Merry Bodensee Classics hätte sa-gen können. Ein Fehler am letzten Hindernis verhinderte einen Sieg – seine Zeit war die Schnellste und das gleich um vier Sekunden! Schade, da blieb nur noch Platz drei übrig.

James zeigt mit Acapella wo die Musik spielt

Im „Kleinen Finale“ der Ponyreiter über hohe 130 Zentimeter gab es nur einen, der wieder einmal fehlerfrei blieb und unangefochten zum Sieg ritt. James Smith, der rothaarige Schotte im britischen Team, ritt mit seiner elfjährigen belgischen Stute Acapella im Stechen vor allem ohne Fehler und hatte nicht einmal die schnellste Zeit vorgelegt. Die wurde von seiner Teamkollegin Pippa Allen deutlich um drei Sekunden getoppt. Die EM-Fünfte hatte aber mit ihrer zehn-jährigen Stute Caprice viel Pech, als die letzte Stange im Stechparcours fiel.
Ein schöner Erfolg auch für das Team von Bundestrainer Peter Teeuwen war aber auch der dritte Platz von Laura Klaphake (Steinfeld), die mit ihrem handlichen „Handsome Boy“ ebenfalls mit nur einem Abwurf und mit der dritt-schnellsten Zeit auf Rang drei ritt. Zufriedene Gesichter gab es aber auch bei Franziska Ritter (Meißenheim), die mit Tayo zwar das Stechen nicht erreichte, aber mit einem Abwurf im Umlauf in diesem internationalen Feld auf Rang neun rangierte.
Für Titelverteidiger James Smith ist freilich die Nominierung für die Europameisterschaft im Schweizer Avenche noch nicht gegessen. Die Briten werden erst in zwei Wochen auf der Insel die letzte Sichtung abwarten und dann die Mann-schaftsaufstellung bekanntgeben.

Ein Freudentag für Nina Hepp

Das erste Finale am Sonntag war bei besten Witterungs- und Bodenbedingungen den Junioren vorbehalten. In der „Kleinen Tour“ stand das 125 cm Springen auf dem Programm, das in einem Stechen entschieden wurde. Über-glücklich –„endlich mal wieder“ – konnte Nina Hepp aus dem Oberschwäbischen Oggelshausen auf dem Siegerpodest ganz oben stehen. Die 18-Jährige zeigte in der Finalrunde mit ihrem Holsteiner Hengst Count down eine überzeugende Leistung. Sehr zur Freude ihres Heimtrainers Hartmut Auer aus Singen, der zum Organisationsteam der Bodensee Classics gehört und sich die Zeit nahm, um den Siegesritt auch anzuschauen. In zwei Wochen geht es zur Sichtung für die Deutsche Meisterschaft und in vier Wochen möchte die Gymnasiastin in der 12. Klasse ihre Juniorenzeit erfolgreich bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im südbadischen Schutterwald abschließen.
Ebenfalls im Stechen und fehlerfrei waren im Aacher Natursportpark Dominique Schott (Mutterstadt) mit Wow what a Women und Frederik Stein (Weisweil) mit Candillos auf den Plätzen zwei und drei.
 

Samstag: 21. Juni 2008
Text Quelle: Joern P. Rebien

Frankreich vor Italien im „Kleinen Finale“

Bub gegen Mädel – Italien gegen Frankreich, so lautete die Frage, wer wohl den Sieg im „Kleinen Finale“ der CSI-P-Tour über 120 cm nach Hause reitet. Nur zwei Ponyreiter kamen bei den Bodensee Classics in das entscheidende Stechen. Emotionen pur gab es dann noch bei der Ehrenrunde. Die durfte Sebille Kernaudour aus Frankreich anführen, die den 13-jährigen Hengst Happy du Halage auf kürzesten Wegen über den Stechparcours steuerte. Die 14-Jährige kommt auch aus der Bretagne aus dem kleinen Örtchen Elliant – 50 Kilometer vom Atlantik entfernt. Schon zweimal holte sie sich den nationalen Titel mit zwei verschiedenen Ponys. Aber derzeit gehört sie nicht zur Equipe Tricolore. Der stimmgewaltige Equipechef Cyrille konnte sich kaum noch einkriegen, weil sein Lieblingspony gewonnen hatte.
Ebenso feurig ging es in der Familie Bologni zu. Der ehemalige internationale Spitzenreiter Arnaldo Bologni – die Familie ist in Bologna zu Hause – coachte Sohn Filippo Marco auf das Beste. Der Sieger des „Großen Preises“ in Wierden blieb aber mit Narcisco King del Colle um sechs Sekunden hinter der Siegerzeit zurück.
Danach folgten acht Teilnehmer, die mit einem Abwurf den Parcours verließen. Nach drei anstrengenden Tagen bei großer Hitze wurden die Fehler vor allem am Schluss des Parcours gemacht. Schnellste war Pauline Couderc ebenfalls aus Frankreich mit Ideal du Crano.

 

Jetzt ist Maurice Tebbel richtig in Fahrt gekommen

Es war der letzte Schlagabtausch vor dem Finale. Die Junioren hatten nochmals ein Springen über 130 cm zu absolvieren, ehe es am Sonntag bei den Bodensee Classics in einem S-Springen um die Entscheidung geht. Die deutschen Jungs ließen ihrer Konkurrenz keine Chance. Allen voran Maurice Tebbel. Merry Chrismas heißt die achtjährige Sachsen-Anhalt-Stute, mit der Maurice jetzt seinen vierten internationalen Sieg feiern durfte und das mit riesigen sechs Sekunden Vorsprung. Der Hauptschüler in der achten Klasse reitet täglich drei bis vier Pferde. Wenn es die Zeit erlaubt, geht es auf den Fußballplatz. Klar, dass Papa Rene auch sein reiterliches Vorbild ist. Der ritt schon mit jungen 21 Jahren in Stockholm zur Vize-Weltmeisterschaft.
Platz zwei ging an den 16-jährigen Marcel Marschall, der in diesem Jahr schon dreimal bei der Sunshine-Tour in Andalusien und einmal in Arezzo in schweren Springen siegreich war. Sein Erfolgspferd ist verkauft, jetzt muss vorübergehend der achtjährige Holsteiner-Wallach ABC Cäsar die Kohlen aus dem Feuer holen. Zu Hause ist Marcel in Heiligkreuztal in der Nähe von Riedlingen im Donautal, wo Vater Manfred seine schmucke Reitanlage betreibt. Platz drei ging an Linus Born aus Hofheim mit Carnevale. Erst auf Platz vier folgte das erste Mädel. Einzig Maria Lovett aus England mit Emily konnte in die Phalanx der Jungs einbrechen.

 

Cassandra in the lead – zum zweiten Mal

Immer wenn Cassandra Orschel in den Natursportpark in Aach kommt, dann fährt sie erfolgreich nach Schleswig-Holstein zurück. Einem Sieg in einem CSIO-P-Springen und Platz zwei im Nationenpreisparcours über zwei Runden fügte die 16-Jährige aus Henstedt einen weiteren Erfolg hinzu. Allerdings ist es einer der Letzten als Ponyreiterin – altershalber. Jetzt beginnt die Finalzeit bei den Bodensee Classics. Mit der 15-jährigen Stute Megan gewann die aktuelle Siegerin beim Preis der Besten in Warendorf das Finale der „Kleinen Tour“ über 120 cm mit fast drei Sekunden Vorsprung.
Und dann die Überraschung: Der kleine Piotr Kaliszu aus der Nähe von Posen hatte sich mit dem zehnjährigen Wallach Bolero zusammen mit fünf Konkurrenten für das Stechen qualifiziert und galoppierte auch zur großen Freude des polnischen Equipechef Rüdiger Wasserbauer auf den überraschenden zweiten Platz. Dabei ließ er die prominenten Emily Turkington aus Irland, Laura Klaphake (Steinfeld), Vanessa Borgmann (Wesel) und Maurice Tebbel (Emsbüren) auf den Plätzen drei bis sechs hinter sich.

Text Quelle: Joern P. Rebien
 

Hopp Schwyz – es hat geklappt

Der Bann ist gebrochen, die Schweiz kann doch siegen. Aus der französischen Schweiz zwischen Lausanne und Neuchatel kommt Aurelie Millioud. Sicherlich ist die Gegend nicht das hippologische Zentrum der Eidgenossen. Gleich als zweite Reiterin setzte sie bei den Bodensee Classics im Juniorenspringen der „Kleinen Tour“ die Bestmarke. Es ist fast unglaublich. Es war das vierte Springen mit ihrer 12-jährigen Stute First Lady aus der Schweizer Zucht und schon der dritte Sieg. Ihr Stern ging bei den Turnieren in Cheseaux und Le Mont auf. Und jetzt der schönste Erfolg – international und im Aacher Natursportpark! Dabei zählt Aurelie auch noch zum Schweizer Ponykader. Zwar zählt Papa André zu ihrem Heimtrainer, aber Tipps holt sie sich auch bei Ernst Wettstein dem Kadertrainer, der an diesem Wochenende seine Tochter auf einem anderen Turnier betreut.
Zweite wurde Nina Hepp (Oggelshausen) aus dem baden-württemberger D 3 Kader mit Count down. Deutlich zurück kam Robin van de Weitering mit BMC Chifaira auf den dritten Platz.

Text Quelle: Joern P. Rebien
 

Caterina gewinnt für Italien und die Schweizer holen auf

Aus Mailand in das Hegau. So lautet die Reiseroute für Caterina Mosters und die obligatorische milanesische Eleganz ist der 13-Jährige durchaus zu attestieren. Seit zwei Jahren reitet sie ihren elfjährigen Ponyhengst Giglio King. Und das recht erfolgreich. Beim Sieg im CSI-P Springen bei den Bodensee Classics im Aacher Natursportpark. Bei den für sie wichtigen Siegen bei Großen Preisen in Bologna und zuletzt vor ein paar Wochen in Abano Therme. Schließlich trägt sie die Silbermedaille der letzten italienischen Meisterschaft. Trainiert wird die angehende Gymnasiastin von Angelo Christofoletti in Mailand. Noch glückstrahlender, als die Siegerin war aber Mutter Benedetta, die jeden umarmte, der ihr im Wege stand.
Schön, dass die Landesgrenzen von Süd nach Norden genau eingehalten wurden. Zwischen der italienischen Siegerin und der Dritten Laura Klaphake (Steinfeld) mit Handsome Boy konnte die Schweizerin Julia Haeberli mit Karactere de Fremain. Jetzt geht es mit den Eidgenossen vielleicht auch noch bergauf.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Freitag: 20. Juni 2008
Text Quelle: Joern P. Rebien

Pippa und James, wer denn sonst?

Den Union Jack um den Hals ihrer Ponys gebunden, so ritten sie zur letzten Siegerehrung am zweiten Tag der Bodensee Classics ein. Pippa Allen vergab den Sieg der Briten im Stechen als Schlussreiterin mit einem Abwurf. Dafür hielt sie sich im Springen für die CSI-P-Reiter über 1,25 Meter schadlos. Mit der zehnjährigen Caprice war sie zunächst zehn Sekunden schneller, als die Konkurrenz im 40-köpfigen Starterfeld. Doch dann kam James Smith, der mit Acapella doch drei Sekunden hinter der Siegerzeit zurückblieb und mit Platz zwei zufrieden sein musste. Platz drei ging an Pauline Couderc aus Frankreich mit Ideal du Crano, die nur um eine halbe Sekunde geschlagen war.
Beste Deutsche wurde Laura Klaphake (Steinfeld) mit Handsome Boy auf dem vierten Platz. Erstmals ritt auch ein Gast aus Norwegen in die Plat-zierungsränge: Maya Surana belegte Rang zehn.

Der Champion hat es allen gezeigt

Nicht ein Brite sondern ein Schotte hat nach zwei Umläufen und Stechen bei den Bodensee Classics die CSIO-P-Prüfung für Einzelreiter für Großbritannien gewonnen. Aus dem kleinen Örtchen Dufries kommt der amtierende Europameister James Smith. Genauso muss auch der junge John Whitaker im Sattel gesessen haben, wie es der Rotschopf im Natursportpark in Aach gezeigt hat. Souverän zog er seine drei Runden und gänzlich ohne Fehler. Da ist es kein Wunder, wenn der 16-Jährige auch den berühmten Briten als sein reiterliches Vorbild nennt. Schließlich sitzt er schon seit zehn Jahren im Ponysattel. Ob er wieder bei der Euro dabei sein kann, ist noch nicht sicher. So stark ist die Konkurrenz bei den Engländern zur Zeit. Deshalb auch siedelt er seinen Sieg ganz hoch an. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Gefragt nach einem international erfolgreichen Schotten im Springsattel musste James lange nachdenken und das sei schon mindestens 20 Jahre her. Er findet den Natursportpark großartig und lobt auch ohne zu zögern die Arbeit von Parcourschef Hans Dussler und seinen Assistenten. Vor allem sein 12-jähriges Pony Mr. Nice Guy hebt er immer hervor, nicht zuletzt, weil der Wallach so vorsichtig ist.
Platz zwei ging an Cassandra Orschel mit Kaiser Cash, die Siegerin im Preis der Besten aus Henstedt. Schon vor dem Springen war sie nicht traurig, dass die 15-Jährige nicht für die Mannschaft nominiert war. Das macht für sie keinen Unterschied, weil es über die gleichen Hindernisse, wie im Nationenpreis geht. Glück hatte Basile Bettendorf, dessen Schwester Charlotte übrigens schon vor zwei Jahren ein Springen im Natursportpark gewinnen konnte, der im Stechen einen respektablen Sturz ohne Blessuren für Reiter und Pony überstand.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Die Niederlande gewinnen den Nationenpreis

Nach einem spannenden Stechen siegten die Niederlande im Nationenpreis der Ponyreiter (CSIO-P) bei den Bodensee Classics in Aach gegen die favorisierten Briten. Beide Mannschaften absolvierten beide Umläufe ohne Fehlerpunkte und nach dem Stechen ergab sich erneut ein Gleichstand von vier Fehlerpunkten, sodass die deutlich bessere Zeit den Ausschlag ergab. Punktgleich (8 Punkte) beendeten Irland und die lange Zeit führenden Franzosen auf dem dritten Platz den Preis der Nationen.
Die Deutsche Mannschaft kam auf Rang fünf. Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Giovanni, Laura Klaphake (Steinfel) mit Jerome, Anna-Elisa Schäfer (Mannheim) mit Mic Dundee TheGun und Vanessa Borgmann (Wesel) konnten im zweiten Umlauf ohne Fehlerpunkte überzeugen, waren aber aus dem ersten Umlauf mit 12 Punkten belastet nach jeweils einem Abwurf.
Allerdings musste Bundestrainer Peter Teeuwen noch am Vormittag sein Team ändern, weil Josch Löhden (Heesling) erkrankte.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Maurice ließ den Tebbel raus

Zwei Hundertstel Sekunden trennten zum Auftakt Maurice Tebbel (Emsbüren) vom Sieg. Im Zweiphasenspringen ließ der 14-Jährige bei den Bodensee Classics den Tebbel raus und hatte diesmal über drei Sekunden Vorsprung im Springen über die 1,25 Meter in der Großen Tour. Der zweifache S-Sieger von der Partner Pferd in Leipzig saß im Sattel der achtjährigen Stute Merry Chrismas, die er seit einem Jahr reitet. Zuvor bereitete Vater Rene, der selbstverständlich die Stangen auflegt, die Stute auf den großen Sport vor. Das war eine gute Einstimmung auf den nach dem Sieg im Juniorenspringen folgenden Nationenpreis der Ponyreiter, bei dem er als dritter in der Mannschaft die deutschen Farben vertritt.
Linus Born aus Hofheim ritt mit Carnevale auf den zweiten Platz und Sascha Braun (Bühl) bestätigte mit Grappa seine gute Form mit Rang drei.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Cassandra Orschel holt ersten Sieg für Deutschland

Sie hinterläßt Spuren. Cassandra Orschel aus Henstedt in Schleswig-Holstein wird in diesem Jahr noch 16 Jahre jung und damit kommt das Aus für die Ponyreiterei. Das hinderte sie nicht daran, noch den Preis der Besten zu gewinnen. Die Teilnehmerin an den beiden letzten Europameisterschaften und Deutsche Meisterin von 2006 vom Gymnasium in Henstedt (8. Klasse) hat auch bei den Bodensee Classics das Springen der CSIO-Reiter gewonnen. Megan heißt ihre 15-jährige Stute mit der sie ihre Konkurrenten in Grund und Boden ritt. Fast sieben Sekunden zurück kam Shanice Roozbroom aus den Niederlanden mit Uncle Jason auf den zweiten Platz vor Gina-Sophia Giordani aus Uedem mit Baccardi.
Damit gelang Cassandra auch der erste Sieg im sechsten Ponyspringen auf dem Turnierplatz des Aacher Natursportparks.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Französischer Sieg bei den Bodensee Classics

Europa ist wirklich in Aach zu Gast. Beim CSIO-P anläßlich der Bodensee Classics gehen die Siege fast an alle Nationen. Nach Großbritannien, Irland, Belgien und Italien gewinnt den Wettkampf für die CSI-P- Reiter ein Franzose. Der kleine Axel Le Diberder aus Vannes in der Bretagne direkt am Atlantik setzte mit seinem Nachwuchs-Juwel Joyau d’Argent, einem elfjährigen Wallach aus der französischen Zucht, die Zeichen. Der zweifache französische Meister, gerade mal 14 Jahre alt, reitet seit sieben Jahren und das erfolgreich. Vor allem mit seinem internationalen Pony Helen du Clos. Und weil der Vater im Versicherungsgeschäft tätig ist, darf der Name des Siegerponys ruhig auch etwas mit Geld zu tun haben.
Danach aber standen die Belgier auf dem Siegerpodest. Vortagessieger Dries Dekkers steurte Jolys Torpedo auf Platz zwei und Jos Verlooy wurde mit Feelers Panton Dritter. Einmal mehr kam die Allgäuerin Alexandra Paul mit Alfret als beste Deutsche auf Platz vier.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Das Schäfer-Festival geht in die nächste Runde

Sie ist ein Naturtalent. Nach dem Eröffnungsspringen gestern sitzt Anna-Elisa Schäfer bei den Bodensee Classics zum zweiten Mal im Sattel der achtjährigen Stute Head Racine und gewinnt. Ein Pferd, das Bruder Armin normalerweise reitet und eben mal für dieses Wochenende der „kleinen“ Schwester mitgegeben hat, um ein Trainingswochenende zu verleben. Ihre beiden „Kracher“ hat die Schülerin des Lessing Gymnasiums in Lambertheim zu Hause gelassen, um sie demnächst beim Junioren CSIO in Hagen zu satteln. Schließlich durften Pretty Pearl und Concetti schon letztes Wochenende im Aacher Natursportpark zu einigen Erfolgen galoppieren. Heute war der Parcours nicht sehr hoch, aber sehr technisch, was der zierlichen Reiterin gerade recht war.
Demnächst startet sie bei den Landesmeisterschaften im badischen Schutterwald bei ihrer letzten Ponymeisterschaft und der ersten Juniorenmeisterschaft. Schließlich ist „Anji“ auch in beiden Bundeskadern Pony und Junioren.
Nach seinem Sieg am Vortag kam Sascha Braun aus dem südbadischen Bühl mit Waikiki auf den zweiten Platz vor Rebecca Siller aus Bad Krozingen mit Sunday Morning.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Donnerstag: 19. Juni 2008
Text Quelle: Joern P. Rebien

Sascha Braun ist bester Junior

Am Freitag steht Maurice Tebbel im Team Deutschland beim Nationenpreis der Bodensee Classics mit seinem Pony. Dass er aber auch im Sattel von Großpferden ausgezeichnet in Form ist, hat er am Donnerstag im Aacher Natursportpark nochmals unterstrichen. Nur um zwei Hundertstel Sekunden wurde er mit Merry Chrismas von Sascha Braun geschlagen. Der Junior aus dem badischen Bühl hatte mit Grappa eine zehnjährige Hannoverander Stute gesattelt. Platz drei ging im Springen der „Großen Tour“ an den Italiener Filippo Mazzei mit Lady de Pleville.
Nicht allzu hohe Anforderungen wurden noch von Parcourschef Hans Dussler gestellt, denn fast genau die Hälfte der 45 gestarteten Pferde blieben ohne Fehlerpunkte.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Filippo Bologni aus Bolgna zeigt Klasse

Alle Eröffnungsspringen für die Ponyreiter sind bei den Bodensee Classics absolviert. In die Siegerlisten haben sich bislang nur die Gäste aus dem Ausland eingetragen. Zuletzt war es Filippo Marco Bologni aus Italen. Der 14-Jährige aus Bologna gewann das Springen der „Großen Tour“ und knüpfte damit an sein Ergebnis von Wierden nahtlos an: Sieg im „Großen Preis“.
Geholfen hat ihm dabei sein brauner Wallach Dim du Mirali mit dem er die Konkurrenz ganz schön auf Abstand hielt und der seit drei Jahren im eigenen Stall steht. Die kam aus Deutschland. Allen voran Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Patty, der die Tipps von Vater Rene genauestens umsetzen konnte. Fast ungewöhnlich für die Familie Tebbel, dass fast vier Sekunden zur Siegerzeit fehlten. Danach folgte Cassandra Orschel (Henstedt) mit Kaiser Cash. Vanessa Borgmann (Wesel) kam mit Joldis Mara auf Platz sechs. Ein geschlossenes Mannschafts-Ergebnis konnte Bundestrainer Peter Teeuwen feststellen, das für den Nationenpreis am Freitagnachmittag im Aacher Natursportpark hoffen läßt.

Text Quelle: Joern P. Rebien
 

Zweiter Start und zweiter Sieg für Pippa Allen

Pippa Allen, wer sonst? Sie sorgte schon vor Jahresfrist dafür, dass die Briten den Titel bei der Euro holten. Dazu wurde sie noch Fünfte in der Einzelwertung. Erst war es Lisa Maria Mouret aus Oberursel, bei der es Bingo machte. Mit ihrem zwölfjährigen Wallach Bingo übernahm sie zu-nächst die Führung in der internationalen Pony-Springprüfung (1,20 m) der Großen Tour bei den Bodensee Classics. Am Ende bedeutete das Platz drei. Danach ging es Schlag auf Schlag: Pippa Allen war mit Pappillon gleich mal drei Sekunden schneller. Zwei Minuten danach versuchte es die Französin Maxime Couderc mit Mystille. Gut eine Sekunde fehlten ihr zum Sieg.
Sie ist schon eine begnadete Reiterin die 14-jährige Pippa aus Middlesborough im Nordosten der Insel. Erst seit zwei Wochen steht die zehnjährige Stute Caprice im Stall und schon sprang sie vor einer Woche in Wierden als Siegerin im „Großen Preis“ auf das Podest.
Aus deutscher Sicht ging es erst auf Platz 12 für Franziska Ritter mit Tayo weiter.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Die beste Auftakt-Juniorin kommt aus Rheinland Pfalz

Dominique Schott, Juniorin aus Mutterstadt bei Ludwigshafen hat für Rheinland Pfalz das Eröffnungsspringen der Kleinen Tour (1,15 m) bei der Bodensee Classics im Hegaustädtchen Aach gewonnen. Wow what a woman d’ici, so heißt ihre neunjährige Stute aus der belgischen Zucht, die sie selbst ausgebildet hat. Die Stute heißt so und Dominique ist es! Gerufen wird das Erfolgspferd der 18-Jährigen vom Reitverein Fußgönheim nur D’Ici. Und die Freude steht der Siegerin, vor zwei Jahren Rheinland-Pfalz- und Pfalz-Meisterin ins Gesicht geschrieben: Erster Start in einem internationalen Springen und gleich der Sieg. Dennoch ist der Erfolg in einem M**-Springen mit dem 14-jährigen Wittenberg auch ganz oben in der Erfolgsbilanz angesiedelt. Auf jeden Fall wird im nächsten Jahr Abitur gemacht. Dass der Apfel…..zeigt sich wieder einmal: Mama und Papa waren beide bis zur schweren Klasse erfolgreich.
Platz zwei erkämpfte sich Caroline Bockstadt vom Burkardshof mit Nightdancer und wie schon am vergangenen Wochenende: Dritte wurde Kim Lüthi auf ihrem Heimparcours im Natursportpark mit Allure. Die 15-Jährige kann leider nicht in den Wettbewerben des CSIO-P starten, weil sich ihr Pony Ivy de Chateau auf dem Abreitplatz beim Preis der Besten verletzt hat.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Aus Irland kommt Siegreiterin Emily

Emily Turkington hat das Eröffnungsspringen für die Zweitpferde der CSIO-P-Tour bei den Bodensee Classics ganz knapp für sich entschieden. Die 14-Jährige reitet schon längst im Team für Irland. Vor Jahresfrist gab es die Bronzemedaille im Team bei der Euro in Freudenberg, dazu den ausgezeichneten Platz acht in der Einzelwertung.
Ihr Pony aber kommt aus Deutschland und das ist zumindest erstaunlich. Zumal beispielsweise auf der Dublin Horse Show geradezu unzählige Ponys vorgestellt werden. Auf jeden Fall macht der Sieger immer seinem Namen „Pass auf“ alle Ehren. Emiliy ruft den neunjährigen Westfalen-Wallach tatsächlich fast akzentfrei „Pass auf“. Beide kommen aus Hillborough im Conty Down aus der Nähe von Belfast in Nordirland.
Platz zwei ging, nur um sechs Hundertstel Sekunden geschlagen, an Pia Gerhard mit Parodie vor dem Italiener Rccardo Rango mit Calypso van Het Goorhof. Die Plätze fünf bis sieben belegten Cassandra Orschel/Megan, Josch Löhden/Nautilus und Laura Klaphake/Pepper Ann.

Text Quelle: Joern P. Rebien

CSIO-P mit belgischem Sieg eröffnet

14 Jahre jung, Leichtgewicht und immer schnell unterwegs. Dazu ist der Name schon Programm: Jolys Torpedo heißt der neunjährige Wallach aus der belgischen Zucht. Im Sattel sitzt Dries Dekkers aus Lommel in Limburg. Im heimischen Örtchen gibt es eine Reitschule, die von Vater Eric geleitet wird. Da ist es nicht verwunderlich, dass der kleine Dries auch schon fünfjährig auf dem Pony saß. Übrigens stehen noch sechs weitere „Torpedos“ im Stall der Dekkers.
Jolys Torpedo steht aber erst seit sechs Monaten in Lommel und in Aach war es der internationale Durchbruch: Zweiter internationaler Start und nach ersten Platzierungen folgte nun der erste Sieg bei den Bodensee Classics im Natursportpark in Aach.
Schade, ursprünglich sollte Dries auch im CSIO-P reiten. Weil aber die Belgier nur drei Reiter zur Verfügung haben wurde die Mannschaft nicht genannt.
Platz zwei ging an Alexandra Paul aus Kempten mit Alfret vor Charlotte Peters aus Belgien mit Jip.

Text Quelle: Joern P. Rebien

Jetzt lockt der Ponysport nach Aach

Aach - Die Stallzelte im Aacher Natursportpark haben sich gerade geleert. Der erste Teil der Bodensee Classics ist mit einem Triumph der Gäste aus dem Ausland im „Großen Maserati Preis“ zu Ende gegangen. Schon steht eine neue Garde vierbeiniger Hochleistungssportler vor der Tür. Ab Donnerstag ist das Programm vollgefüllt mit internationalem Ponysport.
Herzstück sind nunmehr schon zum dritten Mal hintereinander die einzigen offiziellen Ponyspringen der Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehören immer wieder der heißumkämpfte Nationenpreis schon am Freitag und der „Große Preis“ am Sonntag.
Selbstverständlich sind die Gewinner der Vorjahre mit Italien und den Briten wieder mit dabei. Rückblende: Der italienische Schlussreiter Filippo Bologni mit dem „kleinen Milton“ Dexter Leam Pondi sicherte den Azzurri fehlerfrei den Sieg. Deutschland musste nach Patzern ihrer Schlussreiterin Katrin Eckermann mit Platz zwei zufrieden sein. Im letzten Jahr brachte das Team der Gastgeber mit Kaya Lüthi nur zwei Reiter in die Wertung und musste damit ausscheiden. Siegreich waren die Briten vor Frankreich und Irland.
Inzwischen hat sich die Qualität des Events auf einem der schönsten Turnierplätze noch weiter in Europa herumgesprochen. Inzwischen schicken sieben europäische Nationen ihre Nationalteams ins Hegau. Zu den eindeutigen Favoriten gehören erneut die Briten, die mit James Smith auch gleich noch den Einzeleuropameister und mit Pippa Allen die Fünftplatzierte mitbringen. Leider haben die Eidgenossen heuer auf einen Equipenstart verzichtet. Schau’n wir mal, ob sich vielleicht für Deutschland gleich zwei Überraschungen anbahnen: Am Nachmittag ein Sieg im Nationenpreis und am Abend zuvor einer bei der Fußball-Europameisterschaft. Die Daumen werden auf jeden Fall schon am Donnerstag gedrückt.
Die 15-jährige Kim Lüthi vom Hirtenhof musste alle Hoffnungen auf einen Startplatz im deutschen Team beim Hausturnier vorzeitig begraben, weil sich ihr Pony Ivy de Chateau auf dem Abreiteplatz beim Preis der Besten in der Warendorfer Reiterzentrale verletzte. Sie wird mit der Schimmelstute Allure in den Juniorenspringen nach dem Aufgalopp am letzten Wochenende weitere Erfahrungen im Sattel sammeln. Ihre ein Jahr jüngere Schwester Kaya will durch gute Leistungen erneut auf sich aufmerksam machen, zumal ihr Paradepony Karwin nach einer Verletzungspause gerade wieder in Form kommt. Außerdem steht auch noch ihre erst siebenjährige Ponystute Caresse du Chocolat auf der Starterliste in den internationalen Ponyspringen. Hierzu schicken elf Nationen ihre Nachwuchsspringreiter in den Natursportpark, darunter allein 15 Ponyreiter aus Italien.
Welch gute Schule der Ponysport geworden ist, zeigen bekannte Reiternamen, wie Maurice Tebbel (Emsbüren) und Anna-Elisa Schäfer (Mannheim), Delaveau aus Frankreich, Burke und Coyle (Irland) und Bologni (Italien). Die Youngsters wollen alle im Pferdesport in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Väter treten. Immerhin hat beispielsweise der ehemalig Ponyreiter Marcus Ehning (Borken) den Umstieg von den Kleinen au f die Großen sehr gut geschafft und inzwischen elf Europameisterschafts-Medaillen in allen Altersgruppen gewonnen.